Algerische Christen werden von moslemischen Landsleuten überfallen

13. Januar 2010 - Algerien
Kirche angezündet
Nach der Zerstörung einer Kirche im algerischen Tizi Ouzou ruft das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors weltweit zu Gebeten für die Christen auf. Seit geraumer Zeit wird die "Tafath"-Gemeinde von radikalen Muslimen bedroht. In der Nacht vom 9. auf den 10. Januar brachen mehrere Männer in das Gemeindehaus ein, verwüsteten die Einrichtung und setzten es schließlich in Brand. Bibeln wurden geschändet und Kreuze entweiht. (Siehe Bericht im Focus)
Polizei ordnete Schließung an
Zu der vor fünf Jahren gegründeten evangelischen Gemeinde gehören viele ehemalige algerische Muslime. Bis vorigen November versammelten sich die Mitglieder in einem gemieteten Gebäude. Das wurde für die fast 350 Gottesdienstbesucher zu eng. Über die Eröffnung einer neuen Kirche in Bekkar, einem Distrikt östlich von Tizi Ouzuo, und die vielen Besucher sind die muslimischen Anwohner verärgert, hieß es in einem Bericht in der algerischen Zeitung "El Watan". Obwohl die "Tafath" der Evangelischen Kirche Algeriens (EPA) angeschlossen ist, ordnete die Polizei kurz nach der Eröffnung die Schließung der Kirche an. Pastor Kirèche widersetzte sich der Anordnung.
Chronik der letzten Tage
Rund 20 algerische Muslime umstellten am 26. Dezember das Gebäude und boykottierten den Weihnachtsgottesdienst ihrer christlichen Landsleute. Besucher wurden daran gehindert, in die Kirche zu gehen. Laut "El Watan" riefen die Demonstranten: "Algerien ist das Land des Islam! Geht woanders beten." Die Gruppe aus Muslimen hielt sich bis zum 28. Dezember vor der Kirche auf. Zudem wurde in das Gebäude eingebrochen und Mikrofone und Lautsprecher gestohlen. Am 30. Dezember wurde die Stromzufuhr gekappt. Während eines Gottesdienstes am 2. Januar drangen mehrere Männer in die Kirche und bedrohten Christen. Die Versammlung wurde umgehend beendet. Seitdem wird den Christen der Zugang zur Kirche verweigert. Berichten zufolge wurde der Pastor Mustafa Krireche mit dem Tode bedroht. Polizei und Behörden versuchten am 9. Januar die vor der Kirche verbliebenen Muslime zu beruhigen. Später brachen einige in das Gebäude ein. Polizisten konnten die Eindringlinge nach einiger Zeit aufhalten. Doch in der Nacht brachen Muslime erneut ein, zerstörten die Einrichtung und setzten schließlich das Haus in Brand.
Der Angriff steht im Zusammenhang mit der islamischen Offensive in aller Welt, unter der besonders die christlichen Kirchen und Ureinwohner der bereits voll-islamisierten Staaten in Arabien und Nordafrika zu leiden haben. Der Terror gegen die christlichen Ureinwohner im Irak, die Schließung des Sitzes des armenischen Patriarchen in der Türkei, die Morde an den christlichen Urägyptern (den Kopten) und der Terror gegen das Koptische Weihnachtsfest sowie die Morde und Übergriffe auf christliche Kirchen in Indonesien sind die jüngsten, vom Ruf des Muezzins "Allahu Akbar" (unser) Gott ist größer (als euer Glauben an Jesus) begleiteten Verbrechen. Diese Verbrechen werden unter dem Schutze der jeweiligen Staatsmacht begangen - ohne daß sich andere Regierungen für die verfolgten Christen einsetzen.
- Tobias Heinz's blog
- Login or register to post comments